Besuch des Papstes Benedikt XVI. in der Tschechischen Republik - Praha - Brno - Stará BoleslavBesuch des Papstes Benedikt XVI. in der Tschechischen Republik - Praha - Brno - Stará Boleslav

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16.05.2009, Autor: Jiøí Graèka, kategorie: Aktuelles

Pastoralbrief der Bischöfe zum päpstlichen Besuch

Die Bischöfe von Böhmen, Mähren und Schlesien rufen die Gläubigen zur geistlichen Vorbereitung zum Besuch des Heiligen Vaters auf
Pastoralbrief der Bischöfe zum päpstlichen Besuch

Bischöfe der Tschechischen Republik wenden sich mit ihrem Pastoralbrief, der am Sonntag den 19. April in allen Kirchen gelest wurde, an allen Gläubigen, weisen auf die vorausgesetzte Ankunft von 26. bis 28. September 2009 hin und fordern zu einer guten Vorbereitung zu diesem wichtigen Ereignis auf. Sie führen die Aufmerksamkeit der Hörer zur Frage der Identität: "Die Menschen und die ganze Völker fürchten sich um ihre Identität, aber gleichzeitig feststellen, dass sie nicht imstande sind, die Frage 'Wer ich bin?' oder 'Welche Rolle habe ich in der Gesellschaft?' genau und klar zu antworten. Auch für uns sind es heute keine einfache Fragen. Aber wenn wir sie ohne Antwort lassen, unser christliches Bewusstsein und die Kraft und Stelle in der Gesellschaft verschwindet." Darum, sagen die Bischöfe, wurden als Tragthema der ganzen Vorbereitung die drei göttliche Tugende gewählt: Glauben, Hoffnung und Liebe, die "Grundsteine der christlichen Identität".

Der Pastoralbrief erklärt auch das Motto des Besuches, Liebe Christi ist unsere Kraft. "Wir wollen uns nicht mit der Macht durchsetzen, wir bemühen uns nicht um die Herrschaft über irgendjemanden, wir schätzen die Freiheit jeder Menschen, aber sind stark und fest und möchten siegen mit der Kraft der Liebe. Die letzten Päpste nennen diese Kultur und Tradition Zivilisation der Liebe. Wir sind in unseren Bemühungen die Träger einer von Cyril und Methodius gegründeten Kultur und gleichzeitig auch die Träger einer St.-Wenzelstradition. Wir sind Bürger unserer Heimat, der Tschechischen Republik, und gleichzeitig die Christen," wie schreibt man im Briefe. Die Bischöfe rufen darin die Gläubigen auch zu einer geistlichen Vorbereitung zum Besuch des Heiligen Vaters auf: "Bereiten wir uns dazu mit dem Gebet, persönlich und gemeinsam vor. Bereiten wir uns mit dem thematisch gerichteten Lesen der Hl. Schrift und den geistlichen Schriften."

Am Ende des Briefes hinweisen dann die tschechischen und mährischen Bischöfe auf die Bedürfnis der Hoffnung, die den Menschen heute fehlt "angesichts der Vernischtungschlechtheit" und rufen die Gläubigen auf, dass sie in die Gesellschaft "die Hoffnung mit der Versicherung, dass das Gute möglich ist, dass man die wahre Freude schon nun haben kann, dass man keine Angst vor der Zukunft braucht, aber mütig darin eintreten soll," bringen. Sie achten auch auf die Tugend der Liebe und ihre verzerrte Gestalt in heutiger Gesellschaft: "Wahre Liebe ist die opferwillige Sorge für das Gute der nächsten. Anfang dieser Sorge liegt in der Überwindung der Interesselosigkeit. Wissen wir überhaupt, was die Menschen neben uns brauchen? … Überwinden wir die Interesselosigkeit, Faulheit, Bequemlichkeit, Egoismus, Scheu und Befürchtung von der Absage und sprechen wir unsere Nächsten an. Um dazu den Mut und Kraft zu finden, müssen wir uns fest an den Glauben an Gott lehnen und ihn mit ganzem unseren Leben, mit jedem Wort und Tat verkünden."


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